Etwas


Manchmal, wenn ich in diese kleinen dunklen Augen schaue, die mich freudig anlachen, merke ich, wie ich darin suche. Ich suche nach einem Zeichen, nach einem Funken. Dann frage ich mich, ob vielleicht ein kleines bisschen Jana in diesem beinahe unbändigen Energiebündel steckt und merke, wie die Sehnsucht nach ihr steigt. Nicht zu wissen, wo und wer sie jetzt ist, lässt mich schaudern. Ich stelle Fragen, die ich zuvor bewusst nie stellte. Leise und ganz heimlich frage ich dann: warum?

Lange schon spüre ich ein Gefühl in mir, dass ich kaum beschreiben kann. Es ist, als würde etwas wachsen, es größer werden und es fühlt sich bedrohlich an. Als würde in einem kleinen Eckchen meiner Seele etwas Dunkles an Kraft gewinnen. Es gelingt ihm erst jetzt, weil ich es bis dato nicht zugelassen habe. Ich weiß das es da ist, doch ich kann es nicht berühren, nicht verscheuchen und auch nicht mit einer Taschenlampe anstrahlen um zu sehen, wie groß es wirklich schon ist.

Und dann sind da wieder diese kleinen dunklen Augen, fast schon braun. Sie strahlen, manchmal weinen sie, sie fragen so viel und sie sind voll von Vertrauen.

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3 Antworten to “Etwas”

  1. Liebe, liebe Karin!
    Ich denke, dieses Etwas gewinnt an Kraft, weil es im Dunklen gedeihen konnte.
    Magst Du versuchen, es ans Licht zu holen?
    Es verliert an Macht, wenn man versucht, es Stück für Stück zu betrachten.
    Es beim Namen nennt.
    Du hast es wahrgenommen, es niedergeschrieben, hol es raus aus diesem finsteren Eck und freunde mich diesem Etwas an, es gehört zu Dir.

    Ganz sicher steckt in Deinem Baby ein Stückchen Deine Jana, so wie Du und Dein Mann in ihr sind.
    Eine Symbiose aus Liebe und Stärke und Trauer und Wehmut.

    Geh ins Leben mit Deiner Tochter, und nimm Jana mit in Deinen Gedanken.

    Ich umarm Dich ganz vorsichtig, liebe Karin.
    Barbara

  2. Liebe Karin
    ich kann mich ganz den Zeilen von Barbara anschliessen.
    Ich hab das Foto von euch beiden schon so oft angeschaut. Ihr habt beide ein Stück Jana in Euch. Aber nicht das Dunkle. Nein, das helle, strahlende….
    Krieg keine Angst. Es ist so normal was Du fühlst. Hol es trotzdem ans Licht und freunde Dich auch mit den dunklen Seiten an. Das klingt hoffentlich nicht seltsam. Aber alles was man annimmt wird leichter.
    Ich wünsche Euch allen einen wunderschönen Mai
    Elisabeth

  3. Ich würde so gerne etwas tröstendes schreiben. Etwas, was das wachsende Dunkle vertreibt. Leider weiß ich nichts.

    Kann Dir nur sagen, daß Jana nicht vergessen ist und Du natürlich auch nicht, daß die „Teddygeschichte“ als deutliches Zeichen von mir gesehen wird.

    Ich lese immer gerne wieder von Dir und Deinen beiden Mädels.

    Liebe Grüße und sei lieb gedrückt

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