Woher kommt die Seele?


Wenn es stimmt, dass die Seele den Körper verlässt, nachdem der letzte Atemzug gemacht ist, dann muss die Seele ihn ja auch betreten. Wann passiert das? Bei der Geburt? Schon vorher? Und was mich schon seit einigen Tagen nicht mehr loslässt: Wo kommt die Seele eigentlich her?

Es gibt „alte Seelen“ und „weise Seelen“, man spricht von Wiedergeburt, Seelenwanderung und von verwandten Seelen. Doch wo kommen all die Seelen her? Wie und wo verbringen sie die Zeit ohne neuen Körper? Und wie enstehen eigentlich neue, ganz kleine noch unerfahrene Seelchen? Wie viele Leben müssen sie durchlaufen und können auch Seelen den allerletzten Atemzug machen?

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6 Antworten to “Woher kommt die Seele?”

  1. Ach, Du Liebe!!!

    Zuerst einmal ist es wunder, wunderschön, Dich zu lesen!!!

    Entsprechen all diese Fragen, dem Wunsch, zu wissen wie es Deiner Jana wohl geht? Süsse…ich denke, unsere Seelen stehen über diesen Fragen…woher und wohin, warum und wielange….sie kam, um Deiner Seele deinen Lebensplan zu geben…als Berreicherung, Prüfung und Reise…als Vorwärtskommen…

    …es gibt niemals einen letzten Atemzug…in Ewigkeit erstrahlten und erstrahlen unsere Seelen…

    Ich hab so oft an dich gedacht!!

    Barbara

  2. Elmar Busse Says:

    Liebe Karin
    Einer unserer Professoren kam mal von einer Japanreise zurück und war ganz betroffen, dass der Personbegriff, der sich in der euopäischen Philosophie entwickelt hat im Nachdenken über den Menschen (Ich kann Ich sagen. Ich kann mich wahrnehmen und ich kann zu mir in Beziehung treten = ich kann mich bejahen oder mich selbst ablehnen) und ich kann zu anderen in Beziehung treten (ihn erkennen und bejahen) und im Nachdenken über die Selbstaussagen Jesu in der Bibel, in Japan völlig fremd war. Das Ziel ist das Aufgehen im All. Für viele Europäer wehrt sich im Innersten etwas dagegen. In der DDR gab es im Philosophischen Wörterbuch nicht das Stichwort „Person“. „Religion“ und „Seele“ müssen nicht notwendig verbunden sein; und doch machen viele Ethnologen gerade an Begräbnisriten den Unterschied zwischen Primaten und Menschen fest. Tiere beerdigen nicht ihresgleichen. Nur wenn ich in irgendeiner Form an ein Weiterleben glaube, dann ist es nicht gleichgültig, wie ich mit den Toten umgehe.
    Als Christen glauben wir, dass im Moment der Zeugung der Schöpfergott, der aus der Gemeinschaft von drei Personen besteht, der befruchteten Eizelle auch eine Seele schenkt, die er aus dem Nichts erschafft. Ab dem Moment gibt es das Individuum – einzigartig im Universum, bestimmt zum ewigen Leben mit Gott. Egal, ob es nun noch während der Schwangerschaft stirbt, als kleines Kind oder als alter Mensch: es ist ein beseeltes Individuum; die „Probezeit“ auf Erden ist unterschiedlich lang oder ganz kurz, aber es bleibt ein Ich auf ewig – teilhabend an Gottes Herrlichkeit, glücklich, weil es von ihm geliebt wird und sleber lieben kann. – Der Glaube daran hat Menschen immer wieder befähigt, voller Empathie auf andere zuzugehen, sich um andere zu kümmern, ja sich für andere aufzuopfern. (Natürlich gibt es auch Menschen, die dazu in der Lage sind, ohne diesen Glauben zu haben – ich tue mich aber schwer, mich in ihre Motivationswelt hineinzuversetzen.
    Alles gute für die Zukunft! Ich denke oft an Euch
    euer Elmar

  3. Es ist möglich, den Menschen noch weiter zu denken als nur aus Leib und Seele bestehend.:
    Steine haben nur „Leib“;
    Pflanzen haben Leib und Leben darin;
    Tiere haben Leib, Leben und Seele, die sie instinktiv leitet;
    Menschen haben darüber hinaus einen Geist, ein Ich, mit dem sie sich erheben können über sich selbst.
    Für mich ist der Geist, das Ich des Menschen der Teil, der sich anschickt, gezeugt, geboren zu werden, der sein Leben führt und dazu Leib, Leben und Seele braucht wie Kleider oder Werkzeuge.
    Und der diese Kleider verwandelt im Laufe seines Lebens. Die Kraft, die er beim Verwandeln erzeugt hat, nimmt er als „Zugewinn“ mit; die Kleider/Werkzeuge legt er mit dem Tod wieder ab und lebt als Ich weiter im Rückblick auf Vergangenes und im Vorblick auf Künftiges. Die Verstorbenen sind für mich so anwesend wie die Lebenden, nur stecken sie nicht in den uns gewohnten Kleidern.

  4. Ich freu mich so, dass Du Dich gemeldet hast.
    Ich kann gar nichts zu Deinen Fragen schreiben, weil die 3 Antworten schon viel gesagt haben. Es ist eine schwere Frage von Dir. Ich habe das Gefühl, dass die Kinderseele schon auch mit der Mama besonders verbunden ist. Und ich glaub auch, dass eben genau deshalb Deine Jana bei Dir ist. Alle Kinder bleiben so mit den Eltern verbunden. Und unsere Eltern mit uns. Ich denke an meine Mama nicht mit dem Denken, sondern da kommen plötzlich Gefühle, das ist ganz innen. Das ist ein besonderes Gespür. Nicht der Verstand, nein es ist eine seelische Verbundenheit. Und die Stärke ist noch genauso wie vor 15 Jahren, als meine Mama (mit 59 J.) in diese andere Welt gegangen ist. Die Gedanken an sie verändern sich, aber die seelische Verbundenheit ist da, ganz intensiv, vertraut. Aber wo die Seele herkam und hingeht, weiss ich auch nicht. Meiner Mama ’s Seele hat sich auf uns 5 Kinder und den Mann aufgeteilt und ist geblieben. Zumindestens ein Teil…
    Hoffentlich verstehst Du mich, ich kann es nicht anders ausdrücken.
    Elisabeth

  5. Als ich ein paar Wochen nach dem Tod meiner Tochter Bilder von ihr ansah, sagte ich zu meinem Mann aus einem Impuls heraus: „Wie sollte dieses Kind leben? Sieh doch, es ist, als ob eine uralte Seele in ihr wohnte.“

    Meine Tochter starb an einem Chromosomendefekt, sie wurde nur 3 Tage alt. Ich war selbst mehr als überrascht, über die Worte und kann sie mir bis jetzt immer noch nicht erklären. Aber ich habe es in diesem Moment genau so empfunden.

    Liebe Grüsse, Manuela

  6. Elmar Busse Says:

    Liebe Karin
    Manchen Menschen wird es geschenkt, dass sie Kontakt mit der Seele der Verstorbenen aufnehmen können. Verbunden damit ist oft ein tiefer Trost und innerer Friede. Ich habe solche Erfahrungen nicht gehabt, aber ich möchte denen, die mir das erzählt haben, auf keinen Fall Autosuggestion unterstellen. Als Jesus in Israel lebte und wirkte, hat er vom ewigen Leben gesprochen. Und er hat es sich nicht leicht gemacht, und er hat es auch seinen Zuhörern nicht leicht gemacht. Ich kann ihn also nicht reduzieren auf einen frommen und harmlosen Spinner, der die Menschen trösten wollte. Wenn er vielfach klaren Realitätssinn und Clevernes an den Tag legte, dann könnte es ja sein, dass er ein Wissen hatte, das uns bis dahin verschlossen war. Dann stehe ich vor der Wahl, ob ich ihm vertrauen kann oder nicht. – eine eigene Prüfung würde sich lohnen – das ist es die Frage wert.
    Dein Elmar

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