Ein paar Wünsche


Wenn ich einen Brief an’s Christkind schreiben könnte, hätte ich nicht viele Wünsche. Nur vielleicht das Jana nochmals die Sonne sehen kann, dass sie mich ein Mal noch anlächeln und in ein paar Wochen dann Weihnachtskekse naschen kann. Denn die Sonne hat sie das letzte Mal ziemlich zeitgleich mit ihrem letzten Lächen gesehen, am 24. Februar.

Doch egal, ob ich diesen Brief schreibe oder nicht, egal ob ich einen oder hunderte abschicke, all das wird nie passieren. All das dürfen wir nicht gemeinsam erleben. Was uns bleibt sind unvergessliche Momente und die Hoffnung, sie eines Tages wieder zu sehen. In meinen Träumen, in meinen Gedanken, zwischen den Sternen und vielleicht in einer anderen Welt, einem anderem Leben.

„Die Zeit vergeht so schnell“, höre ich die Menschen oft sagen. Doch was scheinbar schnell vergeht, ist lediglich unsere Erinnerung, das Festhalten all der kleinen wunderbaren Dinge die jedem von uns täglich passieren. Doch unser selbstgemachter Stress nimmt uns oft den Raum dafür. Es ist also Zeit, innezuhalten, sich umzusehen und das Leben bewusster zu leben. Niemand von uns weiß, wie viele Sekunden uns noch zur Verfügung stehen.Jana, 30. November 2008

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4 Antworten to “Ein paar Wünsche”

  1. Laß Dich mal feste drücken.

    Ich wünschte so, man könnte solche Briefe schreiben und vielleicht die Sonne und das Lächeln wieder zaubern.

    Zum Geburtstag wünsche ich Dir aber auch alles liebe und gute.

    Liebe Grüße

  2. Die besten Wünsche aus der Ferne
    für eine blühende Welt,
    aufgehende Sonnen,
    und kostbare Erinnerungen
    sendet Euch
    Clemens

  3. atemzuege Says:

    Clemens, vielen Dank für die Sonnen und die kostbaren Erinnereungen!

  4. LIebe Karin
    Im Roman von Paul Young „Die Hütte“ S.191-193 gibt es diese eigenartige Schilderung der Begegnung zwischen Vater Mackenzie und seiner Tochter Missy. Er kann sie sehen, aber sie ihn nicht. Sie können sich auch nicht hören.
    ‚Mack sah, wie Missys Lippen langsam und mit großer Deutlichkeit die Worte formten: „Es geht mir gut …“ Und dann schrieb sie in die Luft: „Ich liebe dich.“ … Die personifizierte Weisheit erklärt dem Vater: Dieses Leben ist nur ein Vorzimmer zu der größeren Realität, die auf euch wartet. In eurer Welt entfaltet niemand sein volles Potenzial. Sie ist nur eine Vorbereitung auf das, was Papa die ganze Zeit über für euch vorgesehen hatte.“
    Wenn das – bei aller phantastischen symbolhaften Bildersprache – aber doch eine Wirklichkeit ist, die Paul Young versucht in Worte zu fassen, was täten sich dann für Perspektiven auf? – Brot ist Wirklichkeit und keine Einbildung aufgrund unseres Hungers. Wasser ist Wirklichkeit und keine Einbildung aufgrund unseres Durstes. Müsste die Sehnsucht nach ewigem Zusammensein nicht längst aus unserer Seele ausgerottet sein im Laufe der Evolution, wenn sie uns nur Leid und keinen Vorteil bringt? Wenn sie aber unausrottbar im Herzen von Liebenden immer wieder aufkeimt – könnte das nicht ein Hinweis darauf sein, dass dieser Sehnsucht eine Wirklichkeit entspricht? – Es ist eine Gratwanderung, die ich hier vollziehe, und ich hätte Dir diese Sätze lieber gesagt als geschrieben, denn es kann – da ich ja zwangsläufig doch „draußen stehe“ – auch wie kaltherziger Zynismus rüberkommen. Aber so wollte ich es auf keinen Fall verstanden wissen.
    Elmar

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